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Wandertipp: Sandsteinfelsen "Prachovské skály"
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In Tschechien, genauer gesagt in Nordböhmen, gibt es einige
großartige Formationen aus Sandsteinfelsen. Nachdem die ersten
Meter auf geschottertem Parkplatz verliefen, eröffnete sich mir nach der
Besucherschranke ein wahres Barfußparadies:
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Als Barfußwanderer war ich dort ein absoluter Exot. Meine Gruppe kannte mich schon, wunderte sich also nicht über die bloßen Füße. Die tschechischen Gastgeber schauten amüsiert, fotografierten mich und waren neugierig, wie ich das Terrain wohl meistern würde. Die anderen Besucher der Sandsteinfelsen schauten ziemlich ungläubig, wie mir eine Begleiterin erzählte, die sich einen Spaß daraus machte, die Reaktionen einzufangen. Manche blieben einfach mit offenem Mund am Weg stehen und bekamen den Kopf gar nicht mehr hoch, andere fingen 10 Meter hinter mir zu tuscheln an. Gesagt hat aber niemand etwas - weder auf deutsch, noch auf tschechisch. |
| Für mich war es bisher die schönste
Barfußwanderung. Auch wenn wir aus Zeitgründen nicht die große
2-Stunden-Runde machen konnten. Selten habe ich barfußlaufen so
genossen, wie auf diesem fußschmeichelnden Untergrund. Im
Gegensatz zu den ganzen Turnschuh-, Stöckelschuh- (kein Witz) und
Wanderschuhträgern, habe ich die Felsen wohl auch nur minimal
beschädigt (wenn überhaupt) und hatte optimalen Halt auf dem
Boden.
Die Ernüchterung kommt dann erst wieder auf dem klassisch grobgeschotterten Parkplatz :-(. Wer also einmal die Tschechische Republik (ein absolut empfehlenswertes Urlaubsziel, für Touristen aus Deutschland auch wegen der niedrig bewerteten Krone auch sehr preiswert) besucht, sollte unbedingt einen Abstecher in dieses Gebiet, nördlich von Prag machen. Auch für Nicht-Barfüßer sehr lohnenswert. |
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Böhmisches ParadiesDas älteste Naturschutztgebiet (260 Km2) im Bergland Turnov. Ein sehr beliebtes und viel besuchtes Fremdenverkehrgebiet mit reizvollen Naturszenerien, malerischen Tälern, Teichen, Wäldern, zahlreichen interessanten Naturgebilden und bedeutenden kulturhistorischen Denkmälern. Zu den bekanntesten Naturerscheinungen gehören die Prachover Felsen. Eine attraktive Felsenstadt mit bizarren Sandsteingebilden. Prachovské skály - Prachover FelsenDas Tor in das Böhmische Paradies - die bekannteste Felsenstadt im Quadersandstein von Ceská Tabule. Das Massiv entstand auf dem Kreidemeeresgrund im Mesoroikum. Für ihre leichte Zugänglichkeit wurde sie zum beliebten Ort für Touristen, aber mit ihren vielen Übungsterrains auch für die Bergsteiger . Als in der Steinzeit die Prachover Felsen als natürlicher Unterschlupf der damaligen Bewohner diente, hat noch niemand geahnt, dass sie einmal eine große touristische Attraktion sein werden. Eine Erinnerung an diese Siedlung waren Funde von Brand- und Knochengräbern, Bruchstücken von Keramik und Werkzeugen, Wall- und Befestigungsresten. Heute sind die Prachover Felsen, die 7 km von Jičín entfernt liegen, fast mit Sicherheit das bekannteste Felsengebiet der Tschechischen Republik. Sie haben eine touristische und bergsteigerische Vergangenheit und wurden bereits 1933 zum staatlichen Naturreservat erklärt. Auf einer Fläche von nur 187 ha erstreckt sich eine hinreißende Felsenstadt, die über 200 große Felstürme sowie eine Unzahl weiterer Felsen zählt. Die Touristenwege führen sowohl durch das untere Gängelabyrinth, wie auch auf den Höhen der felsigen Kämme. Ausgebaute Ausblicke bieten Blicke aus der Vogelperspektive und es genügt nur ein wenig Phantasie und wir entdecken unter uns Rübezahl, Madonna mit dem Kind oder die Prachover Nadel. Im Zentrum der Felsen liegt die Touristenbaude und unweit von ihr das Schwimmbad U Pelíąka. Pelíąek ist eine Sagengestalt des Wächters und Beschützers der Pachover Felsen, am Schwimmbad steht eine Plastik von ihm. In der Neuzeit hat Pelíąek starke Konkurrenz im Märchenräuber Rumcajs. Neben einer Besichtigung der Felsenstadt bietet sich auch ein Besuch der Ruine der Felsenburg Pařez sowie eine Rast an den Jinolicer Fischteichen an. Zu den Prachover Felsen gelangen wir über zwei zahlungspflichtige Eingänge: einer von Prachov aus und der zweite von der Touristenbaude.
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Links | Barfußpfad
| (c) Kai W. Dörfner, zuletzt aktualisiert am 02.02.2003
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